Karl Hanrieder, der GroĂźvater des heutigen Seniorchefs, absolviert bei der Dachauer Schreinerei Meyer erfolgreich eine Lehre als Schreiner. In den Folgejahren errichtet er eine eigene kleine Schreinerei in Dachau, die er stetig ausbaut.

Anton Hanrieder, der Sohn des Firmengründers, tritt in die elterliche Firma ein. Die Bau- und Möbelschreinerei Hanrieder fertigt in erster Linie Inneneinrichtungen für Kasernen und zimmert nebenher – wie bei Schreinereien üblich – Särge.

Der Schwerpunkt der Firma verlagert sich in den 60er Jahren in den Bestattungsbereich. Ein groĂźer Ausstellungsraum mit Lager und Beratungsraum wird errichtet. Das Warensortiment wird erweitert und das Dienstleistungsangebot zielgerichtet ausgebaut.

Die Gewerbeanmeldung als Bestattungsinstitut bei der Stadt Dachau erfolgt.

Für Anton und Paula Hanrieder wird es ein entscheidendes Jahr: Ihr Sohn Toni tritt nach der Ausbildung zum Industriekaufmann in die elterliche Firma ein. Er forciert nach dem Fall des Hoheitsmonopols der Stadt Dachau im Bestattungswesen 1974 den Ausbau als Bestattungsinstitut. Die damalige Personalbesetzung des Familienunternehmens: 2 Personen sowie Aushilfskräfte für Friedhofsarbeiten.

Im selben Jahr wird Hanrieder Bestattungen in den Bestatterverband Bayern e.V. aufgenommen. Die Mitgliedschaft dauert bis heute an.

Das Unternehmen expandiert. Die Firma wird in eine GmbH umgewandelt. Neben dem Stammsitz in Dachau folgt die Einrichtung von Filialen in München, Fürstenfeldbruck, Germering und Unterschleißheim. Hanrieder Bestattungen eröffnet die TrauerWerkstatt München/Dachau. Diese bietet – ein Novum für die damalige Zeit - Trauergesprächskreise, Kreativtage und öffentliche Vorträge zu den Themen Trauervorsorge, Trauerbegleitung, Patientenverfügung und Testament. Das Bestattungsunternehmen errichtet als Mitgesellschafter das private Krematorium „Feuerbestattung Südostbayern“ in Traunstein.

2006 besuchte der damalige Präsident des russischen Verbandes für Feuerbestattungen mit einer kleinen Delegation das Unternehmen. Die Gäste interessierten sich insbesondere dafür, wie die Abläufe bei einer Bestattung in Deutschland aussehen, wie die Menschen trauern und welche  Trauerrituale verwendet werden.  

Per Internet hatten sich die Verantwortlichen in Peking über Bestattung HANRIEDER kundig gemacht. Bereits der Webauftritt des traditionsreichen Dachauer Bestattungshauses hatte sie begeistert. Im September 2010 kamen 25 Gäste aus China, um das Bestattungshaus Hanrieder und dessen Einrichtungen kennen zu lernen. Toni und Ralf Hanrieder empfingen Gäste aus Peking, darunter Vertreter aus den Bereichen Friedhofs- und Bestattungswesen, Gesundheitswesen und Soziales. 2011 konnten Ralf und Toni Hanrieder zum zweiten Mal hochrangige Gäste aus dem medizinischen, pflegerischen und verwaltungstechnischen Bereichs aus dem Reich der Mitte begrüßen.

Das Unternehmen wird erstmals mit dem Markenzeichen „Bestatter vom Handwerk geprüft“ ausgezeichnet (29.3.1996 Nr. 829). Diese Auszeichnung wird ihm in Folge ununterbrochen bis heute verliehen.

Toni Hanrieder bekleidet in dieser Zeit eine Reihe wichtiger Ă„mter, darunter:

  • Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Bestatter
  • Vorsitzenden des Bestatterverbandes Bayern e.V.
  • Erster Landesinnungsobermeister der neu gegrĂĽndeten Landesinnung Bestattungsgewerbe Bayern

In Anerkennung seiner Verdienste erhält er

  • Goldene Ehrennadel des Bayerischen Handwerkstag
  • Goldene Ehrennadel des Bestatterverband Bayern e.V.
  • Silberne Ehrennadel der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.
  • Ehrenmitgliedschaft der Landesinnung Bestattungsgewerbe Bayern

Ralf Hanrieder tritt in die Firma ein. Er legt in den Folgejahren erfolgreich die PrĂĽfungen zum fachgeprĂĽften Bestatter und zum Bestattermeister ab. Von 2002 bis 2011 vertritt er als Juniorensprecher des Bestatterverbandes Bayern e.V. die Interessen und Anliegen des Bayerischen Juniorenkreises.

2015 wird Ralf Hanrieder mit der Silbernen Ehrennadel des Bestatterverband Bayern e.V. ausgezeichnet.

Toni Hanrieder beruft seinen Sohn Ralf in die Geschäftsführung. Gemeinsam bauen sie das Unternehmen weiter aus und setzen die innovative Entwicklung fort.

Das neue Bestattungshaus wird eröffnet. Angehörigen bietet es mit dem Raum der Stille und der Lichthalle einen geschützten Rahmen für die persönliche und individuelle Gestaltung der Abschiednahme und Trauerfeier. Das Haus verfügt über modernste Technik und Ausstattung.

Das Unternehmen bezieht sein neues Bürogebäude. Es gilt als ein architektonischer Meilenstein nicht nur in der Bestattungsbranche.

Bestattungen Hanrieder zählt mit über 40 MitarbeiterInnen zu den „Großen“ der Bestattungsbranche. Zum Team gehören: Bestattermeister, Bestattungsfachberater, Trauerbegleiter, Trauerredner, Überführungs- und Friedhofsdienst, Steinmetz, Graphikerinnen, die KollegInnen in der Verwaltung, Auszubildende.

Niederlassungen und Informationsstellen des Unternehmens sind in Dachau, München, Germering, Unterschleißheim, Fürstenfeldbruck, Eching, Karlsfeld, Maisach, Unterföhring.

Bestattungen Hanrieder ist auf über 85 Friedhöfen im Großraum München vertreten.